Von Dezember 2020 bis Februar 2021 haben zahlreiche Alsfelderinnen und Alsfelder an unserer Aktion „Meine Idee für Alsfeld“ mitgemacht. Wir haben auf den folgenden Seiten diese Ideen – in Kurzform – wiedergegeben. Sie sind Ausdruck des Engagements und des Ideenreichtums der Alsfelderinnen und Alsfelder.
Wir haben noch keine politische Bewertung der Projekte vorgenommen. Wir sagen aber zu, alle vorgeschlagenen Projekte innerhalb der CDU zu diskutieren und die Projekte, für die sich unsere Parlamentarier aussprechen, auch in die Arbeit der städtischen Gremien einzubringen.
 
#1Trimm-Dich-Pfad. (Benjamin Knodt, Alsfeld)
„Da ich gerne sportlich aktiv bin, würde ich mir Folgendes für Alsfeld wünschen: Einen Trimm-Dich-Pfad, an einer gut gelegenen Örtlichkeit, wie etwa den Erlen.Informationen dafür gibt es etwa unter www.trimm-dich-pfad.com. Ich denke, dass ein solches Projekt auch im Sinne vieler Alsfelder Bürger wäre. Die Einen motiviert es vielleicht zum Sport, andere nutzen es, um eine Abwechslung zum Joggen und auch außerhalb der eigenen vier Wände zu bekommen.“
 
#2 Die Identitätsfrage. (Dorothee Rahn, Alsfeld)
„Die Identitätsfrage. Was genau ist damit gemeint? – Dass Alsfeld aus Historie und Kultur besteht, wissen wir. Aber was macht Alsfeld noch aus? Was macht Alsfeld beispielsweise zu Marburg und Lauterbach wettbewerbsfähig?“
 
Ansatz 1: Alsfeld wird zu Hessens Nachhaltigster/Grünster Kleinstadt
  • Straßenlaternen die nur angehen, wenn jemand darunter fährt/läuft
  • Geschäfte werden mit nachhaltigen Verpackungen gefördert
  • Hundepark/Grünanlage (alte Kiss/Romantika Fläche Bsp. Hunde- Freilaufgehege Frankfurt)
  • -Bücherschrank aus dem man Bücher nehmen oder reinstellen kann, Bücher Second-Hand (in Hamburg oft in Verbindung mit der Diakonie)
  • Seniorenheim wird mit Kindergarten zusammengelegt (Natürlich, erst sobald die Gegebenheiten dafür wieder möglich sind, siehe Programm in Kanada)
  • Nachhaltige Öffentliche Toiletten (Bsp. www.ecotoiletten.de), grade in der Weihnachtszeit haben Toiletten sehr gefehlt! Unsere öffentlichen Toiletten verdienen eine Überholung.
  • Ebenso der Bahnhof, der leider nicht glänzt.
  • Mehr Verkehrsberuhigte Bereiche oder sogar ab dem Mainzer Tor eine Fußgängerzone. Zudem LKW-Lieferverkehr der sich an Lieferzeiten hält, das heißt nicht nachts oder sonntags ausfährt.
Unter dem Punkt Nachhaltige Städteentwicklung, finden sich noch einige weitere Themen wie Schüler für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, Umweltschutzorganisationen und vieles mehr. Hier geht es darum mit gutem Beispiel in die Zukunft zu gehen.

Ansatz 2: Alsfeld, die Märchenstadt
 
Alles was unter Punkt 1 steht nur mit Motto. Die Aussage märchenhaft zu sein wird nicht nur mit einem Rundgang gelebt. Ähnlich wie unser Winterzauber von 2020 werden die Märchenfiguren zelebriert.
  • In der Stadt werden Metallfiguren/Holzfiguren der Märchen verteilt, erlebbar für die Stadtbesucher
  • Dem Bahnhof bekommt ein neues Gesicht verpasst. Vielleicht wird er zu einer Ritterburg oder dem Dornröschenschloss. Ein nettes Beispiel dafür ist der Hunderwasser Bahnhof in Uelzen.
  • Geschäfte werden involviert: beim Bäcker gibt’s die Rotkäppchentorte, im Buchladen die Märchenbücher, in der Villa die Märchenhochzeit, im Einzelhandel die sieben Zwerge Socken/T-shirts, Parfümerie hat das Massage Programm Prinzessin auf der Erbse. (Alles nur erdachte Beispiele)
  • Das immer mehr verfallene Haus neben dem Klostergarten, könnte zu einem Mini-Studio/Loft werden. Nutzbar für Fotografen für Hochzeitsbilder im Klostergarten, für Klostergartenevents mit Sektempfang oder als Treffpunkt für Stadtführungen. Und heißt „Bei Großmutter“ oder „Käppchen“.
  • Hierzu passen auch die Alsfelder Kulturtage, da gerade der Künstler Willi Weide an mehr als nur einem Alsfelder Haus verewigt ist. Sowie der Märchenmarkt, Marktspielgruppe, Märchenhaus – Alles wird aber von einem Motto, einer zusätzlichen Identität zusammengehalten.
Was auch immer sich unsere schöne Stadt einfallen lässt, alles steht unter dem Motto, DIE Märchenstadt.
 
 Jugend
Es fehlen Initiativen sowie Perspektiven die Jugend zu halten und Alsfeld attraktiv für 18-35 jährige zu gestalten.
Läden wie Vero Moda, C&A, TK Maxx oder ein Spielwarenladen fehlen. Ebenso wie ein Nachtleben. Zudem fehlt der Nachwuchs im Handwerk, der zum einem wegen fehlender Sozialer-Struktur in die Großstädte abwandert. Treffpunktorte werden jetzt mit dem neuen Laternchen geschaffen. Davon braucht es mehr (Bar, Cocktailbar, Entertainment – Märchenminigolf, Bowlingbahn, Lasertag, etc.) Eventuell mit anderen Konzepten. Beispielsweise nur von Freitag bis Sonntag geöffnet, sodass die Anwohner sich nicht zu sehr gestört fühlen. (Alles natürlich nach Corona und unter den richtigen Voraussetzungen) 
 
#3 „Meine Stadt.“ (Michael Schwacke, Alsfeld)
Guten Tag.
Ich komme gebürtig aus Ahlen in NRW, eine Stadt mit ca. 55.000 Einwohner im Münsterland. Aber durch die Zeche und Pütt liebevoll am rande vom Pott (Ruhrgebiet). Dort gibt es ein Jugendzentrüm. (Jugendzentrum Ost). Da ging ich regelmäsig in meiner Kindheit bis Jugendlich hin. Dort konnte man seine Hausaufgaben machen mit Pädagogen (und zwar kostenlos). Da war eine Theke, wo wir Cola , Fanta usw. bekahmen (glaube, Glas voll für 1.00 DM), Snacks, Salat, Pommes, belegte Brötchen, KEIN ALKOHOL. Da war ein Billard-Tisch, Kicker, Darts, Kegelbahn, Gesellschaftsspiele, Brettspiele.
Auf dem Rasen vor dem Gebäude spielten wir Fußball. Von den DJS konnten wir und die Platten holen und auf Kassette aufnehmen. ( Hi Hi )  Aber das Highligt war ----> Die Disco ! 2 mal pro Woche (Dienstag und Donnerstag) war Kinder- und Jugend-Disco. Eintritt 1.00 DM, egal wie alt. Da waren Jugendliche als DJ und wenn du im Jugendclub warst, konntest du auch DJ machen. Ich habe mit 12 da für 1 Jahr DJ gemacht. Discozeiten waren von 16.00 bis 19.00 für Kinder bis 14 Jahre und dann bis 21.00 die bis 16.Jahre.
Insgesammt war das Gebäude offen Mo-Fr ab 14.00 - 21.00 und Sa. ab 10.00 bis 18.00 !!!
Träger war (glaube heute noch) das Jugendamt.
 
Bitte sowas für Alsfeld.
 
Weil Cafe Online , und alle anderen Einrichtungen sind ja nur für da angemeldete Kinder und kostet Mitglieder Gebühren. Schauen sie doch mal im Internett nach Jugendzentrum Ost in 59559 / 59557 Ahlen NRW
 
Solange wir Corona haben und die Restaurants zu sind kann man das ja so machen mit dem Essen:
Wir machen einen Köche/ Köchinnen Club. Alle Köche aus Alsfeld besprechen sich wegen Menü zu Kochen. (Aus dem Club) Es werden Vorschläge besprochen, was man kochen möchte (Wochen Speiseplan), dann wird besprochen, wer was kocht und welcher Tag. Dann unter Corona-Bedingungen in Chafing-Dish in die Stadt Halle Alsfeld. Dort können die Büger mit selber mitgebrachen Schalen, Tellern, Dosen (oder was auch immer) ihr Essen abholen. Die Halle ist groß genug zum Abstandhalten (hinten rein - vorne raus - direkt zum Parkplatz und Auto ). Die Einahme geht an alle Köche. so können sie Kochen und Geld bekommen. (Kein Verzehr vor Ort oder Parkplatz). Ausgabe von den Köchen aus dem Chafing-Dish (Keine Selbstbedienung). Eine Person pro Familie, Bestellung online mit Name und Adresse (Wie beim Wolf_Gäng-Event). So können die Bürger Essen von ihren Liebligsköchen abholen und es gibt keine Platzprobleme.
 
#4 „Zukunft gestalten“. (Petra Blank, Heidelbach)
Je älter ein Mensch wird, desto kleiner wird in der Regel sein Aktionsradius. Lebensqualität hängt in besonderem Maße von den lokalen Umständen ab (Teilhabechancen, Begegnungsmöglichkeiten, Mobilität, altersgerechten Wohnraum und vor allem bedarfsgerechte und finanzierbare Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten).
Der 7. Altenbericht der Bundesregierung trägt den Titel: „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“. Er zeigt auf, was Politik auf lokaler Ebene tun kann, um für alle Menschen ein gutes Leben im Alter zu ermöglichen.
Wir werden im Vogelsberg wahrscheinlich von einer überdurchschnittlich hohen Abnahme und -Alterung der Bevölkerung betroffen sein. Diese Entwicklung sollten wir für Alsfeld in den Blick nehmen und gemeinsam rechtzeitig Konzepte entwickeln.

Mein Vorschlag für Alsfeld wäre:
Die Gründung einer Demografie-Initiative unter dem Motto: „Alsfeld kann Zukunft“,
bei der unter Mitwirkung von Kooperationspartnern laufend Ideen gesammelt und Konzepte entwickelt werden, um auf veränderte Situationen zu reagieren. Zum Beispiel: durch mangelnde Digitalisierung werden Senioren zunehmend abgehängt und ausgegrenzt. Wie können wir Senioren bei der Digitalisierung behilflich sein? (Damit beschäftigt sich auch der 8. Altenbericht der Bundesregierung). Oder: Nach dem Lockdown werden viele Menschen vereinsamt sein. Einsamkeit und Isolation machen auf Dauer krank.  Was können wir tun, um Gemeinschaft zu fördern, und Menschen die lange Zeit isoliert waren sich wieder trauen, ein Angebot wahrzunehmen. Wer kann ein solches Angebot begleiten?  Mitwirken und Ideen einbringen könnten können z.B. Schulen, Kirchen, Seniorenbeiräte, Vereine und Initiativen in den Dörfern, Ehrenamtliche, Landfrauen u.v.m.  
 
Die Gründung einer Generationenhilfe (Verein oder Initiative)
Die Corona- Krise hat gezeigt, dass die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung groß ist. Bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement muss aber, um nachhaltig zu sein, durch formelle Dienstleistungen Hauptamtlicher gestützt werden. Optimal wäre eine Steuerung durch die Kommune, um den Kontakt zu ehrenamtlichen Helfern zu erleichtern.
 
Bürgerbus, Dorfauto, Mehr Generationen Fahrzeug
zur Förderung der Mobilität älterer Bürger oder Menschen in schwieriger sozialer Lage. Man könnte versuchen hierfür Sponsoren zu finden und Ehrenamtliche für den Fahrdienst.
 
Projekte zur sozialen Integration,
z.B. lässt sich ein regelmäßiger gemeinsamer Mittagstisch für Senioren (z.B. einmal monatlich) realisieren?
Oder Sonntagsspaziergruppe für Menschen 63+.  (jemand sollte Ansprechpartner sein und ein solches Angebot begleiten, damit alle den Mut haben sich zu treffen). Man trifft sich draußen, in normaler Kleidung, braucht sich nicht anzumelden, wenn man Lust hat, geht man hin.
 
Solche niederschwelligen Angebote könnten nach meiner Ansicht ganz entscheidend zur Gesundheit, Zufriedenheit und Lebensqualität älterer Menschen beitragen. 
 
#5 Attraktivität in den Naherholungsgebieten. (Tanja Bohn, Alsfeld)
Ich würde mir in Alsfeld mehr Attraktivität in den Naherholungsgebieten (Erlen/ Homberg/ Goethepark) wünschen. Ich denke Corona hat gezeigt, wie wichtig die Natur hier vor Ort für die Menschen ist. Leider ist in diesen Bereichen jahrelang nichts passiert. Ich denke nicht nur an Attraktionen wie z. B. Baumwipfelpfad, Kletterpark, Trimm-dich-Pfad, Minigolfplatz, Barfußpfad, Spielplatz, Erlebnispark etc., sondern auch an die Pflege der jeweiligen Parks (ordentliche Bänke, Beleuchtung, Wegegestaltung, Abfallkörbe). Auch der Ausbau von Wander- und Radwegen ist sicherlich eine Möglichkeit der Menschen hier vor Ort mehr Attraktivität in der Heimat zu bieten und um die Region auch für Touristen weiter zu erschließen.
 
#6 Mehr Sauberkeit, Lärmschutzwand. (Ilona Kurz, Altenburg)
„Hallo, ich möchte Ihnen meine „Idee für Alsfeld“ nennen: Mülltonnen in der Baugasse stören das Gesamtbild einer historischen Innenstadt und ebenfalls Hundekot und die Vermüllung in der gesamten Innenstadt! Vandalismus in der Innenstadt nimmt immer mehr zu, bitte um mehr Sicherheit!
Das ‚Naherholungsgebiet Erlenpark‘ macht seinem Namen nicht alle Ehre, denn durch die Autobahn in unmittelbarer Nähe würde ich die Bezeichnung dafür ändern in ‚Nahabgasgebiet Erlenpark‘! Mein Vorschlag wäre: Eine Lärmschutzwand entlang des Autobahnabschnitts!“
 
#7 Begegnungszentrum, Wanderwege, IKEK. (Norbert Hahn, Ortsvorsteher Hattendorf)
Es soll ein Begegnungszentrum für Jung und Alt rund ums DGH/Festplatz/Sportplatz und Feuerwehrgerätehaus geschaffen werden. Die Wege (Wanderwege) rund um Hattendorf sollen besser ausgebaut und mit Ruhebänken versehen werden. IKEK sollte umgesetzt werden.
 
#8 Anbindung Billertshausen. (Lothar Kleine, Ortsvorsteher Billertshausen)
Das Rad- und Fußwege-Konzept sollte aus unserer Sicht dringend erstellt und umgesetzt werden. Die Anbindung Billertshausens ist hier sehr schlecht, insbesondere ein sicherer Fußweg zu unserem Friedhof, dem Getürms, fehlt. Für das IKEK haben wir als Wunsch einen Freisitz/ Rastplatz an der Brücke über die Antrifft vorgelegt, ebenso, dass das DGH Billertshausen barrierefrei gemacht wird.
 
#9 Multifunktionsplatz für Hattendorf. (Tanja Zimmer, Edith Rinner, Mirko Ochs, Claudia Rinner, schlagie65@deltasurf.de, Dieter Ochs; alle Hattendorf)
„Ich wünsche mir für Hattendorf einen Multifunktionsplatz (z. B. für Tennis, Basketball, Streetball, Handball, Badminton, Federball, Gymnastik, etc.) für unsere Jugend in der Nähe des DGH und des Sportplatzes (Dorfzentrum).“
 
#10 „Meine Ideen für Leusel.“ (Ralf Lämmer, Ortsvorsteher Leuesel)
In Leusel wird uns in den nächsten Jahren...

...zunächst das Leuchtturmprojekt des IKEK „MuFu-Halle“ beschäftigen. Mit Freude haben wir gesehen, dass es sich bereits im Haushalt wiederfindet. Notwendig scheint, eine nachhaltig unterhaltbare zukünftige Mehrzweckhalle zu schaffen, die uns nicht wieder vor die Probleme der gegebenen „irren“ Dachkonstruktion o.ä. stellt. Ein weiteres Denkmal brauchen wir nicht. Die Variabilität der vermietbaren Raumgrößen sollte beibehalten werden – für kleine und große Feiern ggf. sogar Ballsport im beschränkten Rahmen. Ein engagierter, motivierter Hausmeister, der die dann wohl reichhaltigen Vermietungen managt - dies kann m.M. nach nicht nur auf kleinster Beschäftigungsebene „nebenher“ erfolgen - ist hierbei unabdingbar. Vereine, die nicht auf ein eigenes Vereinsheim zurückgreifen können sollten Abstellmöglichkeiten für Instrumente, Requisiten u.ä. erhalten – all das fehlt bislang.
 
...der Hof „Krausmüller“ bei der Kirche in Atem halten. Hier sind erste Gespräche mit dem fiskalischen Erben (Land Hessen) geführt; Bauamt und Bgm. informiert und eingebunden – es wird insgesamt ein Kraftakt werden
 
...das Feuerwehrgerätehaus – auch wenn es zum Fw-Bedarfs- und Entwicklungsplan gehört – auf Trab halten, weißt es nach und nach mehr bauliche Mängel (Dachentwässerung, Dach, Außenputz etc.) auf. Eine schwarz/weiß Trennung - heute eigentlich selbstverständlich - fehlt. Durch Aufgabe meines OV-Dienstzimmers konnten wir zumindest eine beheizte (Teil-)Umkleide für die Mannschaft schaffen… Alles mehr oder minder Kompromisse für eine hoch motivierte, gut ausgebildete Ortsteilwehr als Element des Gesamtbrandschutzes der Stadt. Ich denke gerade daran, wie wir uns aktuell noch mit Teilen im Alarmierungsfall bei -15 Grad in der Fahrzeughalle bei offenen Toren umziehen… brrrr….
 
...beschäftigen, dass die im Ortskern liegenden Gehöfte mehr und mehr verlassen werden und sich keine neuen Eigentümer finden, liegen sie mit Mehrzahl an der unschön befahrenen B62; hier ist die Politik gefragt Anreize zum Erwerb einer solchen Immobilie zu schaffen; ständig neu ausgewiesene Neubaugebiete verstärken den „Kral-effekt“; hier muss gegengesteuert werden, sonst bluten die Dorfkerne aus. Eine gesunde Symbiose von beidem ist gefragt. Es wäre schade um die vielen Fachwerkhäuser und ein „Krausmüller“ reicht mir im Dorf.
 
Zu guter Letzt noch ein persönliches Anliegen:
Dank eines zwangsversteigerten Hofes in der Nachbarschaft zum „Krausmüller“ wurde ich im letzten Sommer von einem auf den anderen Tag „Dorf-Vater“ von über 20 Fundkatzen verschiedensten Alters, die der neue Eigentümer nicht mehr in seine Scheune lies und die dann auf der Straße lebten und sich auf die Nachbargrundstücke ausbreiteten oder auf der nahen B62 überfahren wurden. Mit Freiwilligen aus Dorf und Stadt konnte ich mühsam und unter Einsatz hoher Freizeiten überhaupt der Lage Herr werden. Die Tiere waren so scheu, dass sie niemals vom Bauhof hätten eigefangen werden können. Selbst wenn, wären sie danach in einem Käfig ohne besondere Versorgung am BBH untergebracht worden, bis sich Gelnhausen erbarmt hätte, sie zu holen. Das konnte ich schon mit meinem Empfinden als Feuerwehrmann Gefahren für (Menschen) Tiere (Umwelt und Sachwerte) abzuwehren, unmöglich vereinbaren. Leider habe ich dabei und über die vielen Wochen und Monate ehrenamtlichen Einsatzes auch persönlich erfahren müssen, wie kompliziert es ist für derartige Tiere kein Tierheim in Alsfeld – obwohl es das dort gibt und es vortrefflich funktioniert – zu haben, sondern sie durch halb Hessen nach Gelnhausen zu fahren. Das ist zwar vielleicht haushaltstechnisch von den Kosten her vertretbar, aber tatsächlich absolut überflüssig und nervig (Fahrtzeit und- kosten in Zeiten der sog. Klimakrise).
Insbesondere wenn Tiere krank oder nicht vermittelbar sind und wieder geholt werden müssen, fährt man hin und her im Hessenland. Dabei gibt es das Tierheim in Alsfeld. Es funktioniert und wir haben über das Tierheim, einen alten Schweinestall im Ort, hilfsbereite Tierärzte, ZiD und unermüdliche Helfer und Helferinnen gut 20 Tieren ohne Gelnhausen ein neues schönes warmes Zuhause besorgen können. Ich weiß, dass der Fundtiervertrag mit Alsfeld an vielen ungedeihlichen Gesprächen mit dem dortigen Vorstand scheiterte. Aber: Auch hier bin ich schon aus Praktikabilitätsgründen der Meinung, dass es Aufgabe der Politik ist regelmäßig den Kontakt zum hiesigen Tierheim zu suchen, um ggf. für eine neue Vereinbarung des Vertrages zu sorgen. Dem Tierwohl entsprechend. Wieviel Fundkatzen die ein Zuhause haben, werden – weil sich der Eigentümer nicht gleich meldet/melden kann, nach Gelnhausen gebracht um sie dann wieder dort abzuholen – absolut widersinnig in meinen Augen.
 
Ist man zur vertraglichen Neubeziehung aus welchen Gründen auch immer nicht bereit, sollte seitens der Stadt wenigstens ein Platz in einer ungenutzten Wohn- oder Gewerbeimmobilie, mit Wasser und Heizmöglichkeit, geschaffen werden, in denen die Tiere zentral gesammelt und ggf. sogar - wie bei uns - direkt vermittelt werden können. Das funktioniert in Homberg/Ohm doch auch. Ehrenamtliche finden sich dafür. Sie brauchen nur einen Raum für die (vorübergehende) Sammlung und Unterbringung der Tiere. Das Problem der Fundtiere gibt es auch nicht nur in Leusel sondern in eigentlich allen Stadtteilen. Mit einem zentralen Katzen/Hunde „La Strada“ (ich meine das nicht despektierlich) wäre also allen geholfen.

#11 Sauberkeit und Ordnung. (Ulrich Mesterheide, Alsfeld)
Die bisherigen Apelle zur Sauberkeit der Stadt führten nicht zu dem erwünschten Erfolg. Sehr viele Städte leiden unter der zunehmenden Vermüllung. Gebote werden kaum wahrgenommen. Hier sollte eine deutliche, einprägsame Sprache zur Geltung kommen. Mein Vorschlag hierzu wären verschiedene Verbotsschilder mit Geldstrafenandrohung zur Auswahl. 
Die Sauberkeit der Stadt ist unsere Visitenkarte. Es geht nicht um die Arbeitsleistung des Bauhofs, da gibt es nichts zu beanstanden. Es fehlt in unserer Bevölkerung  das Bewusstsein und Nachhaltigkeit für öffentliche Sauberkeit. Daher fordere ich, wirksame Maßnahmen zu ergreifen und diese auch umzusetzen (zum Beispiel Verbotsschilder,mit Androhung einer Geldstrafe). Unsere kleine Stadt könnte die sauberste in Hessen werden.